Interview: Alan Webb über Suchmaschinenoptimierung für Affiliates

von Karsten Windfelder

Alan Webb, Suchmaschinenexperte und Karsten Windfelder, affiliate-radio.de

Alan Webb spricht u. a. über:

  • Was ist derzeit wichtig bei der On-Page-Optimierung?
  • Warum externe Links und die Domainpopularität noch wichtiger sind…
  • Worauf man beim Linkkauf achten sollte…

Textversion:

Die SES 2006 ist die führende Konferenz für Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenmarketing. Dort habe ich auch mit Alan Webb gesprochen. Alan betreibt die Seite www.abakus-internet-marketing.de und verrät uns, worauf es bei der Optimierung der Webseite für Suchmaschinen heutzutage ankommt.

Karsten Windfelder: Alan, vielleicht stellst du dich kurz vor und erzählst mal, wie lange du schon für Suchmaschinenoptimierung tätig bist.

Alan Webb: Ja, gerne. Ich bin seit ungefähr sechs Jahren im Bereich Vermarktung tätig. Es hat alles mit einer Hobby-Webseite angefangen. Dann habe ich mich gefragt: Warum habe ich nur zwei Besucher pro Tag? Wir reden von der Zeit, als Google noch nicht geboren war. Es gab damals nur Altavista und Yahoo und eine Seite, wo man sich über das Thema informieren konnte: www.searchenginewatch.com. Dort habe ich alles gelesen, um es auf meiner Hobbyseite umzusetzen. Damit kam ich von Platz 200 auf Platz 30, hatte aber immer noch nur zwei Besucher, weil keiner sich mehr als die ersten zehn bis 20 Ergebnisse anschaut. Daraufhin habe ich selbst Strategien entwickelt und diese mit Suchbegriffen in verschiedenen Positionen und Meta-Tags „keywords“ und „description“getestet.

Das Problem war damals, dass wenn man eine Änderung vorgenommen hat, musste man mindestens einen Monat warten, bis man die Ergebnisse gesehen hat. Es gibt natürlich auch noch externe Faktoren, was zum Beispiel andere Seiten in der Zeit machen. Das hat natürlich alles sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Dazu kam noch die Recherche in englischsprachigen Foren. Die ganze Thematik hat mich irgendwie gereizt und ich habe daran weiter gearbeitet. Mein erstes Projekt war für eine Immobilienfirma aus Hannover. Für die habe ich die Seite entwickelt und sie für die Keyword-Kombination „Immobilien Hannover“ ganz nach oben gebracht. Nebenbei war ich noch in einer Kommunikationsfirma, wo ich Marketing Manager war. In 2002 habe ich angefangen, mich mit der Optimierung selbstständig zu machen. Der Bereich ist immer noch sehr interessant, sonst würde ich es nicht mehr machen. Es ist einfach ein Kick, wie das ganze funktioniert. Google und Co. machen ein großes Geheimnis daraus, wie der ganze Algorithmus funktioniert. Das einzige was man machen kann, ist natürlich selbst testen, Foren lesen und genau feststellen, um was es geht. Wieso ist eine Seite weiter oben als die andere?

Karsten Windfelder: Man kann ja auch die Mitbewerber beobachten. Wenn ich unter einem bestimmten Suchbegriff auf die erste Seite möchte, kann ich ja schauen wer auf den ersten fünf oder zehn Positionen ist und wie er seine Seite aufbaut.

Alan Webb: Na klar. Das hat viel damit zu tun, die Mitbewerber zu analysieren. Die Seiten die top sind, sind natürlich sehr wichtig. Es geht heute nicht mehr so sehr darum, was auf der Seite ist sondern um so genannte Offpage-Kriterien. Wo sind die Seiten verlinkt? Wie sind die Seiten verlinkt? Das muss man natürlich tief analysieren. Man sollte keine Linkabfrage in Google machen, weil sie nur einen sehr kleinen Ausschnitt von den Links zeigt, die tatsächlich gewertet sind. Man sollte Yahoo nutzen mit der Linkdomain-Abfrage und dann nicht nur gucken, welche Seiten verlinken, sondern auch von wo auf der Seite verlinkt wird. Im Fußbereich oder woanders? Also man muss wirklich viel Zeit investieren, um die ganzen Mitbewerber tief zu analysieren. Warum sind die oben und ich nicht?

Bei mir ist es jetzt genauso. Ich bin Platz 1 für Internetmarketing, Suchmaschinenoptimierung, Suchmaschinenmarketing, usw. Ich war aber nicht immer Platz 1. Als ich angefangen habe, war ich vielleicht in den Top-50. Ich hab natürlich recherchiert bei den Seiten, die oben waren und versucht, es besser zu machen.

Karsten Windfelder: Kann man sagen, dass die Verlinkungstechniken jetzt das große Thema sind und auch in Zukunft sein werden? Weil es einfach ein faires Bewertungssystem sein soll laut Google?

Alan Webb: Absolut. Google sagt das so. Für Google ist das momentan wichtiger als das, was auf der Seite steht. Tipp mal „failure“ in die Suche ein und es ist die George Bush-Seite auf Platz 1, obwohl das Wort nicht einmal auf der Seite vorkommt. Nur durch die Links und die Anker-Texte. Die Links sind sehr, sehr wichtig. Das ist das A und O bei Google, aber bei MSN und Yahoo ist es etwas anders. Die sind viel mehr daran interessiert, was auf der Seite ist, also die Keywords, usw. Google ist momentan wirklich auf die Links fokussiert. Da sind aber auch die meisten Spam-Filter. Man sieht immer noch, wie bei BMW, dass Doorway-Pages gefunden werden oder man sieht natürlich den weißen Text auf weißem Hintergrund. Wo sich Google wirklich drum kümmert, in letzter Zeit, ist den Link-Spam zu entdecken. Zum Beispiel von Link-Netzwerken, Link-Farmen und “freefor all“-Seiten, wo man sich anmelden kann und sofort einen Link erhält. Die sind wirklich aktiv geworden in diesem Bereich, weil das ein Hauptbestandteil ihres Algorithmus ist.

Karsten Windfelder: Du hattest in deinem Vortrag sehr viele Tipps zu Link-Technologien und zur Verlinkung gegeben. Du sagtest, dass auch der Link-Kauf dazugehört, hattest aber in deinem Vortrag nicht so viel Zeit, genauer darauf einzugehen. Kann es da auch Nachteile geben, wenn Google merkt, dass es Seiten mit hohem PageRank gibt, die Links verkaufen?

Alan Webb: Für die, die verlinken nicht. Die Links werden einfach nicht gewertet. Google sieht es nicht gerne, wenn Links verkauft werden. Aber Fakt ist, dass die Top-10, besonders bei Shops, wo man nicht so viel mit Content arbeiten kann, Links kaufen. Die kaufen Links von Seiten, die nicht unbedingt vermarktet sind von diversen anderen Seiten. Die Sache ist natürlich, dass viele Links besser bewertet sind als andere. Es hängt immer davon ab, wo man einen Link kauft. Es gibt ungefähr fünf, sechs Sachen, auf die man achten sollte, wenn man einen Link kauft. Man sollte nicht nur auf den PageRank gucken. Für mich ist der PageRank eigentlich egal, wenn die Seite eine gute Domainqualität hat und die noch nicht 50.000 ausgehende Links auf der Seite haben, ist das natürlich ein potentieller Kandidat um einen Link zu kaufen.

Aber ich würde nicht einfach einen Link kaufen, der im Fußbereich oder der Navigation ist. Ich würde versuchen, einen so genannten Context-Link zu bekommen, wobei der Link ein Teil eines Artikels ist. Also ein Link mitten in einem Text, wobei natürlich der Linktext auch eine Rolle spielt. Ich würde nicht immer die gleichen Linktexte und Seiten mit dem gleichen PageRank nehmen, sondern es verteilen. Ich würde versuchen einen natürlichen Linkaufbau zu imitieren, weil Google auffällt, ob es ein natürliches Linkwachstum ist oder nicht. Es gibt bei Google viele kleine Fallen, die zwar nicht alle etwas mit Links zu tun haben, aber die es zu beachten gibt. Linkkauf ist ein Bereich in dem man aufpassen sollte.

Karsten Windfelder: Vor allem, weil man ja Geld dafür ausgibt. Da sollte es dann schon funktionieren.

Alan Webb: Es macht natürlich Sinn, Links auf Seiten zu haben, die thematisch passen. Man bekommt natürlich auch normalen Traffic, wenn es relevant ist. Das ist auch die Richtung, in die Google geht. Ein thematisch zu meiner Seite passender Link ist mehr wert als andere. Man sollte sich also Links von Ressourcenseiten, Seiten mit ähnlichen Themen und Infoseiten besorgen.

Viele Seiten haben es aber gar nicht nötig, Links zu kaufen. Viel einfacher, besser und günstiger ist es, wenn man vernünftigen Content hat. Vernünftiger Content, einzigartiger Content, exklusiver Content und Content der einen Mehrwert für den Nutzer bietet, wird automatisch verlinkt. Wir haben zum Beispiel eine Tool-Seite, einen Blog und ein Forum, die werden von Besuchern und, in manchen Fällen, auch von Mitbewerbern verlinkt, weil sie dort etwas finden, was sie selber nicht haben.

Karsten Windfelder: Wie siehst du das, wenn Links direkt getauscht werden? Also B zu A und A wieder zurück zu B. Kann es sein, dass Google das weniger bewertet, weil es irgendwo aus Gefälligkeit passiert sein kann?

Alan Webb: Ich denke schon. Ich denke, dass direkter Linktausch nicht so bewertet wird wie einfache Links. Also wenn Google sieht, dass eine Seite auf die andere Link und umgekehrt, nimmt Google sicherlich an, dass sie versuchen sich gegenseitig hoch zu pushen. Der Linktausch bringt schon etwas, wobei das Problem ist: Wie viele externe Links sollten von einer Seite weggehen? Sollten auf einer Homepage im Fußbereich 50 externe Links rausgehen? Ich denke, dass das keiner gerne sehen möchte, vor allem in Hinblick auf Design und Usability. Viel besser sind meiner Meinung nach Einweg-Links.

Karsten Windfelder: Wenn ein Affiliate jetzt eine Seite aufbaut und heute damit beginnt, Geld verdienen zu wollen: Was kannst du ihm für Tipps geben? Hat er überhaupt eine Chance bei Google auf die ersten Positionen zu kommen?

Alan Webb: Ja, klar, jeder hat eine Chance. Aber einem neuem Affiliate würde ich empfehlen, nicht mit einer neuen Domain anzufangen. Es ist besser, eine existierende Domain zu kaufen, weil die neue Domain sehr wahrscheinlich in einer Sandbox landen wird. Für neue Domains ist es wirklich schwer, besonders bei den so genannten Money Keywords. Bei diesen Keywords hat es eigentlich gar keinen Sinn. Es ist sehr selten, dass eine neue Domain innerhalb von drei Monaten ein Ranking bekommt, egal was man macht. Dabei spielt es keine Rolle wie man linkt oder was man auf die Seite stellt.

Also in erster Linie würde ich sagen, wenn man ein Affiliate-Programm gefunden hat, benutze eine bereits existierende Domain, die schon sieben oder acht Monate alt ist und bei Google indexiert ist. Bei Affiliate-Programmen besteht häufig das Problem darin, dass der Inhalt der gleiche ist wie bei vielen anderen Seiten, weil es eigentlich immer nur von einer Quelle kommt. Man sollte vermeiden, wegen „Duplicate Content“ abgestraft zu werden, indem man eigene redaktionelle Texte einfügt. Mindestens 60 % der einzelnen Seiten sollte andere Texte bereithalten als die anderen Affiliates, die einfach den Feed benutzen. Aber es ist für Affiliates schwer geworden. Google hat sich im Aufspüren von „Duplicate Content“ stark verbessert, um ihre Datenbanken nicht mit gleichen Texten zu füllen. Oben sind die Affiliates, die den originalen Content haben oder die meiste Power von den Links her. Die löst normalerweise keiner ab. Die klugen Affiliates produzieren Content, der nicht in irgendwelchen Duplikatfiltern landet.

Karsten Windfelder: Also – die Seite sollte ein gewisses Alter haben. Du hast gesagt, dass die eingehenden Links wichtig sind. Was ist jetzt auf der Seite selbst das wichtige? Der Seitentitel?

Alan Webb: Absolut. Das Title-Tag ist wichtig. Wir beraten unsere Kunden immer dahingehend, dass der Hauptsuchbegriff vorne im Title-Tag stehen sollte. Nicht der Firmenname. Oft sieht man bei den Webseiten nur den Firmennamen, der kein Suchbegriff ist. Man muss begreifen, dass jede Unterseite ein potentieller Eingangspunkt für eine Seite ist. Nicht jede Unterseite hat genau das gleiche Thema wie die anderen. Die haben alle irgendwie einen Fokus. Man sollte überlegen, was man im Title-Tag, der bei Google erscheint,
passend zum Content eingibt. Im Title-Tag sollten maximal drei Suchbegriffe stehen, weil man sonst nicht die nötige Keyword-Dichte erreicht. Man sieht auch oft, dass der Title-Tag kilometerlang ist und mit 20 verschiedenen Suchbegriffen ist es nicht möglich, eine gute Keyword-Dichte auf der Seite zu erreichen. Die vielen Suchbegriffe verdünnen eher die Keywords. Maximal drei Suchbegriffe sollten ins Title-Tag. Bei umkämpften Keywords eher nur ein oder zwei Keywords fokussieren. Beim Homepage-optimieren kommt zuerst das Title-Tag und dann die Keyword-Dichte.

Karsten Windfelder: Gibt es einen speziellen Wert für die Keyword-Dichte? Also 2 % oder 5 %?

Alan Webb: Ich glaube nicht. Das war vielleicht einmal. Die Leute haben damals von 2, 3 oder 2,5 % geredet. Ich bin der Meinung, dass ein Keyword dreimal auf der Seite auftauchen sollte, dann reicht das. Ich würde aber versuchen mir die Seite immer in drei Teile geteilt vorzustellen: Oben, Mitte und unten. Dann sollte das Keyword in allen drei Bereichen auftauchen, damit die ganze Seite dem Thema zugeordnet wird und nicht nur ein Bereich, zum Beispiel oben. Wenn man sich vorstellt wie Google denkt, dann ist es die gesamte Seite die das Thema behandelt und nicht nur der obere Bereich.

Karsten Windfelder: Das ist sehr interessant. Ich habe gerade vor kurzem gelesen, dass es sehr gut sei, wenn man das Keyword im oberen Bereich sehr häufig verwendet.

Alan Webb: Wir haben das bei unseren Tests nicht feststellen können. Die Überschrift ist immer noch etwas, was man benutzen sollte. Nicht unbedingt für Google, aber für Yahoo und MSN, die wohl H1, H2, etc. extra bewerten.

Karsten Windfelder: Und Fettdruck?

Alan Webb: Ich bin der Meinung, dass Fettdruck und kursiv nichts bringen. Manchmal sieht man Seiten, die haben hunderte Keywords und jedes Mal ist es fett gedruckt. Das sieht einfach, auf deutsch, besch*** aus. Man sieht nur die Suchbegriffe im Text. Ein- oder zweimal ist okay, aber nicht jedes Mal.

Karsten Windfelder: Jetzt noch mal zum Seitentitel. Mal angenommen ich hätte ein Reiseportal und du sagtest im Seitentitel sollen drei Suchbegriffe stehen. Soll ich jetzt schreiben: „günstig Flüge Italien“ oder „Flüge: Buchen Sie günstig nach Italien.“, damit im Google-Suchergebnis auch wirklich ein schöner Satz steht, den die Besucher nachher lieber anklicken als einfach drei aneinander gereihte Suchbegriffe?

Alan Webb: Ja. Man erkennt normalerweise Spamseiten daran, dass die Meta-Description, also die Beschreibung aus lauter Suchbegriffen besteht. Das gleiche Muster sieht man dann auch beim Title-Tag. Wir empfehlen immer einen Satz zu verwenden, aber man kann auch die Suchbegriffe, getrennt mit Leerzeichen oder Bindestrich, schreiben und am Ende mit dem Firmennamen und einem kurzen Satz abschließen. Das Title-Tag ist so wichtig, dass man es teilweise auch nur für die Suchbegriffe verwenden sollte. Wenn man Sätze schreibt sollte man nicht zu viele Worte zwischen die Suchbegriffe setzen. Ein Seitentitel sollte aus maximal sieben Worten bestehen. Man kann auch Traffic mit guten Seitentiteln bekommen.

Karsten Windfelder: Super spannend. Du bietest auch selbst Suchmaschinenoptimierung für Kunden an?

Alan Webb: Ja. Wir haben verschiedene Angebote. Zum Beispiel telefonische Beratung oder eine langfristige Betreuung, wobei wir dann eigentlich die Seite optimieren. Dafür brauchen wir natürlich einen FTP-Zugang oder bekommen die Templates und lassen die Kunden es selbst durchführen in Kombination mit einem vernünftigen Linkaufbau.
Wir bieten auch Workshops an. Wir haben viele Firmen, die ihre eigenen Webteams haben und die wollen Know-how für Suchmaschinenprojekte erwerben. Die Workshops sind gut besucht. Wir bieten auch allgemeine Seminare für Webagenturen. Die Webagenturen achten meistens nur auf Usability und Design. Die guten Agenturen recherchieren natürlich in Foren zum Thema SEO, wobei viele aber nicht die Erfahrung von einem SEO haben, für den es das Tagesgeschäft ist.

Karsten Windfelder: Meistens muss es dann auch noch sehr schnell gehen und dann vergisst man die Optimierung.

Alan Webb: Ganz genau. Wenn der Kunde sagt, dass er ein Flash-Design braucht und möchte gern, dass die Figuren singen und tanzen, dann machen die die Seite so. Die sagen einem nicht, dass Flash-Seiten sich schlechter indexieren lassen. Entweder ihnen fehlt es in dem Bereich an Wissen oder sie sagen es einfach nicht und respektieren die Wünsche des Kunden. Für Werbeagenturen bieten wir ein allgemeines Seminar in dem die wichtigsten Grundlagen vermittelt werden. Wir haben auch eine Angebotsseite und sind eigentlich einer von wenigen, die in diesem Bereich transparent sind. Die Preise findet man auf unserer Webseite.

Karsten Windfelder: Und Garantien gibt es keine? Also es gibt ja Agenturen, die einem garantieren mit einem bestimmten Suchbegriff in die Top-10 zu kommen. Wenn ich euch jetzt elf Kunden bringe, können diese nicht zum gleichen Keyword in die Top-10 kommen. Es gibt immer Grenzen.

Alan Webb: Also wenn zum Beispiel jemand kommt der für „Casino“ Top-10 sein möchte, dann kann ich das natürlich nicht garantieren, weil ich nicht Google bin. Für wirklich umkämpfte Begriffe kann das, ehrlich gesagt, keine Firma garantieren. Man kann nur so viel machen, wie man mit der Technologie, dem Webdesign, der Webseite machen kann. Es ist für einen Suchmaschinenoptimierer nicht möglich zu sagen „wir garantieren dir ihnen den ersten Platz für Private Krankenversicherung“. Es passiert oft, dass Anbieter sagen, dass sie mit zehn Suchbegriffen die Top-10 erreichen. Aber sie sagen nicht, bei welcher Suchmaschine. Das ist dann Fireball oder MSN oder irgendwas anders. Und nicht nur das. Viele Suchmaschinenoptimierer wählen die Suchbegriffe selbst aus und werden natürlich die nehmen, die nicht so umkämpft sind oder aus drei, vier Worten bestehen oder irgendeinen Nischensuchbegriff.

Karsten Windfelder: Im Ergebnis ist der Kunde dann aber auch nicht zufrieden.

Alan Webb: Ja, aber sie haben das geliefert, was vereinbart war. Die haben die zehn Suchbegriffe in den Top-10 bei Fireball. Die machen Geld damit. Ich finde das nicht seriös. Wenn ein Kunde sagt: „Private Krankenversicherung“, dann würde ich ehrlich sein. Wenn ich denke, die Seite hat noch keine Popularität, also die Links, dann würde ich ihm sagen, dass das Monate dauern kann und dann gibt es keine Garantie. Eine Linkstruktur kann man nur langsam aufbauen. Sicherlich wird der Suchmaschinen-Traffic steigen.
Ein anderes Beispiel: Wir hatten einen Kunden, der auf Platz 1 für Immobilien sein wollte. Das war nur ein kleiner Immobilienmakler. Ich war ehrlich. Also eigentlich, wenn wir realistisch sind, dauert es ein oder zwei Jahre um genug Popularität zu erreichen, um mit der Seite eine Chance auf Platz 1 zu haben. Es ist am Anfang besser, sich auf Keyword-Kombination wie „Immobilien Stadt“ oder weniger stark besetzte Keywords zu verlegen. Dadurch bekommt man zusätzlichen Traffic, aber nicht durch die fast aussichtlose Optimierung auf Immobilien, wo es Jahre dauern kann.
Man muss erstmal die Seite analysieren und gucken, ob sie genug Domainpopularität und Links für bestimmte Suchbegriffe hat. Das ist ein weiterer Grund warum man keine Platzierung garantieren kann.

Karsten Windfelder: Alan, tausend Dank. Wie können die Hörer von Affiliate Radio dich erreichen, wenn sie Fragen haben?

Alan Webb: Über www.abakus-internet-marketing.de

Karsten Windfelder: Eine Frage habe ich noch: „Alan Webb“, ist das ein Künstlername? Der passt so gut.

Alan Webb: (lacht) Es ist tatsächlich mein echter Name.

Audio-Version des Interviews auf Affiliate-Radio.de…

Über den Autor

Karsten Windfelder betreibt seit 2002 das Affiliate-Marketing-Portal 100partnerprogramme.de. Karsten twittert und hat Profile bei Facebook und Google+ - mehr Infos auf karsten-windfelder.de und im Profil auf Affiliate-People.de. E-Mail an Karsten Windfelder senden...



3. April 200619:46

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1 Kommentar

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    affiliate-radio.de » Blog Archive » affiliate radio #003: Suchmaschinenoptimierung, Interview mit Alan Webb / 16.10.2008 - 16:38
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